

Auch in Frankreich lieferte früher Saint Nicolas seine Geschenke am 6. Dezember
ab. Die Zeiten haben sich geändert. Nicolas hat abgedankt. Die Geschenke bringt
den französischen Kindern in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember nun Pere
Noel, ein Kollege des Weihnachtsmannes. Der kommt durch den Schornstein und legt
seine Gaben in die bereitgestellten Schuhe.
Nach alter provenzalischer
Tradition wird am 4. Dezember Weizen gesät. Man sät es auf Baumwolle, die mit
Wasser angefeuchtet wird. Wenn dann am 25. Dezember der Weizen gut keimt, ist
dies ein Zeichen, dass die Ernte des nächsten Jahres gut sein wird, verrottete
Körner sind dagegen ein schlechtes Omen!
Am Weihnachtsabend wird ein echter Baumstamm ("cache-fio") als Symbol des neuen
Jahres angezündet. Dieser erste Baumstamm muss entweder von einem Olivenbaum
oder einem Kirschbaum stammen. Bevor das Holz in den Kamin gesteckt wird, wird
gekochter Wein vergossen und man ruft sich folgende traditionellen Wünsche zu:
" alegre ! alegre ! diéu nous alegre !
calendo ven ! tout ben ven !
diéu nous fague la graci de veire l'an que ven !
e se nous sian pas mal , que nous fuguen pas mens ! "
" Allégresse, Dieu nous donne l'allégresse !
Noël arrive, tout bien vient !
Que Dieu nous fasse la grâce de voir l'année prochaine
et si nous ne sommes pas plus, que nous ne soyons pas moins ! "
Nach religiöser Tradition werden dann 7 Mahlzeiten und 13 Desserts serviert, die
das Letzte Abendmahl der zwölf Apostel und des Messias symbolisieren: 1.
Fougasse (Pfannkuchen) 2. Weißer Haselnussnougat und Pistazien 3. Schwarzer
Nougat mit Honig 4. getrocknete Feigen 5. Getrocknete Rosinen 6. Mandeln; 7.
Nüsse 8.Winterbirnen oder Trauben 9. Quittenkonfitüre und Weintrauben 10.
Orangen 11. Mandarinen 12. Kürbiskuchen 13. Nüsse oder Datteln
Frohe Weihnachten - Joyeux Noël!