

Über eine Milliarde Menschen leben in Indien. Die Glaubensrichtungen sind
Hinduismus (rd. 80 % der Bevölkerung) und Islam (rd. 11 %). Andere Kirchen, z.B.
christliche Glaubensgemeinschaften, spielen nach Prozenten keine nennenswerte
Rolle. Allerdings leben rein zahlenmäßig durchaus nicht wenige Christen in
Indien und so lässt sich zur Weihnachtszeit auch auf dem Subkontinent vertrautes
Brauchtum entdecken.
Bunt und farbenfroh begehen die Christen das indische Weihnachtsfest, begleitet
von Musik und Tanzvorführungen. Mit Lichtern werden die Häuser dekoriert.
Tannenbäume sind keine "typisch" indischen Pflanzen. Man nimmt deshalb einen
Mangobaum oder ein anderes Gewächs aus dem Garten. In Goa werden z.B. zu
Weihnachten und Silvester die Stämme der Palmen mit Lichterketten verziert. Aus
Kaschmir kommen buntbemalte Glocken und Christbaumkugeln aus Pappmache und es
gibt wunderschöne Sterne aus Gold- oder Silberfolie.
In
manchen Teilen Indiens wird am Weihnachtsmorgen dem Haushaltsoberhaupt eine
Zitrone als Symbol der Verehrung mit Glücks- und Erfolgswünschen überreicht.
Andernorts versammeln sich am Weihnachtsabend die christlichen Familien im
Innenhof ihrer Häuser, lesen die Weihnachtsgeschichte und halten brennende
Kerzen in die Höhe. Danach zünden sie in einer Hofecke einen Haufen getrockneter
Dornen an. Verbrennen alle, bedeutet das Glück für die gesamte Familie.
Diwali - Festival des Lichtes
(Foto: Michigan Tech Indian
Students Association)
In Südindien werden Öllämpchen aus Ton rund um die Häuser und auf die Dächer
gestellt, die die Gebäude wunderschön illuminieren, wie zu "Diwali", dem
Lichterfest der Hindus. Speziell für die Kinder und die Angestellten werden auch
Geschenke verteilt.
Frohe Weihnachten - Shubh Naya Baras!