

Auch in Kuba haben sich weihnachtliche Traditionen erhalten. Schließlich sind 70
Prozent der 11 Millionen Einwohner Nachfahren spanischer Einwanderer. Jedoch
nahezu 30 Jahre lang (seit 1969) war es den Kubanern untersagt, Weihnachten zu
feiern. Dieses Verbot wurde erst 1998, im Zuge des Besuchs von Papst Johannes
Paul II., aufgehoben.
Seither wird die Heilige Nacht (La Nochebuena) auch in vielen Familien auf der
Karibikinsel mit einem Festessen begangen. Und auch mitternächtliche Messen
werden abgehalten. Am 6. Januar, dem Dreikönigstag, werden die Kinder mit
kleinen Geschenken bedacht.
Als typisches Weihnachtsgericht werden „Hallacas“ zubereitet, in Bananenblättern
gekochte Maismehltaschen mit einer Füllung von Fleisch und Gewürzen. Am
Vormittag isst man Empandadas - mit Fisch, Fleisch oder Käse gefüllte, in Öl
ausgebackene Maistaschen.
Empanada
Eine Art Ur-Empanada wird einem Koch der Antike mit Namen Epainetos
zugeschrieben, der aus Fleisch, Honig, Käse, Essig und Würzkräutern eine
Teigtasche kreirte, die im alten Athen während der Aufführung von Tragödien
verkauft wurde.
Am Wichtigsten aber ist, was sich unter dem Teig befindet. So verführerisch die
Kruste glänzt, entscheidend ist doch die Füllung. Nur das beste Fleisch, das
knackigste Gemüse und die frischsten Zutaten machen die Empanada zum
Essvergnügen.
Zu den beliebtesten Originalrezepten gehören Empanadas mit
Fleischfüllung (carne)
Hühnchen (pollo)
Käse und Schinken (jamon y queso)
Käse und Zwiebeln (queso y cebolla)
Spinat (meist als verdura = Gemüse angeboten)
Maisbrei (humita) oder
Thunfisch (atún, in Spanien auch bonito).
Übrigens: Empanadas werden mit der Hand gegessen!
Frohe Weihnachten - Feliz Navidad!