Tag aus, Tag ein sitzt sie im Schaukelstuhl am geöffneten Fenster.
Der Herbst wart´ nun gekommen.
Die Bäume ein braunes Kleid bekommen.

Sie sieht aus dem Fenster und denkt an vergangene Zeiten.

Sie hat nie gefordert , nie gegrollt.
Die Anderen kamen ,haben nur gewollt.

Tag aus, Tag ein sitzt sie im Schaukelstuhl am geöffneten Fenster.
Wenn der Schnee leis´ vom Himmel fällt,
dann denkst sie darüber nach, was sie noch hält.

Eine Träne rinnt über ihr trauriges Gesicht.
Es ist keiner mehr da der sie fortwischt.

Sie senkt den Kopf und schaut zu Boden.
Sagt zu sich selbst, was hab ich verloren.

Tag aus, Tag ein sitzt sie im Schaukelstuhl am geöffneten Fenster.
Sie sieht den Frühling Einzug halten.
Ein leises Lächeln huscht über tiefe Gesichtsfalten.

Erfreut über den neuen Glanz , die neue Pracht ,
das Leben neu hervor gebracht.

Sie sagt zu sich selbst,
diesen Anblick kann mir keiner mehr nehmen.
Was kann es am heutigen Tag schöneres geben.

Tag aus, Tag ein sitzt sie im Schaukelstuhl am geöffneten Fenster.
Der Sommer, so lang ersehnt ist nun da.
Die Luft ist warm, rein und klar.

Sie erblickt die klare Luft in der Sonne schimmern.
Die warme Luft über der Wegen flimmern.

Was kann man noch schöneres sehen , noch schöneres kommen.
An diesem Tag hat Gott sie zu sich genommen.


Tag aus, Tag ein ,
wird dieser Schaukelstuhl am Fenster ihr Platz sein.


© Ines - Fairy

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